zum Thema Flash Vs. HTML5 WErbung

Was ist HTML5 eigentlich?

HTML5 ist die fünfte Fassung der Hypertext Markup Language (HTML). Für die Digitale Display Werbung bedeutet das, dass HTML5 neue Funktionen wie Video, Audio, lokalen Speicher und dynamische 2D- und 3D-Grafiken bietet, die von der Vorgängerversion HTML4 nicht direkt unterstützt wurden beziehungsweise sich in der Vergangenheit nur mit zusätzlichen Plugins wie Adobe Flash umsetzen liessen.


Worin liegt der Unterschied zwischen HTML5 und Flash Werbung?

Die Mehrheit der modernen mobilen Endgeräte unterstützt leider kein Flash mehr. Die wichtigsten Hersteller von Betriebssystemen, das sind Apple mit iOS und Google mit Android, setzen voll auf HTML5. Mittlerweile werden auch Desktop Browser wie Safari und Chrome das Flash Plugin im “Power Save Mode” blockieren. Dadurch wird die Darstellung von Werbung, die in Flash produziert wurde verhindert.

Durch die Zunahme der Zugriffe über mobile Endgeräte die wie erwähnt kein Flash unterstützen verschärft sich die Situation für Werbetreibende zusätzlich. Kürzlich wurde auch von Firefox, einem der hierzulande populärsten Browser, das Flash Plugin auf Desktop für kurze Zeit blockiert da eine schwere Sicherheitslücke auftrat. Auch der Facebook Sicherheitschef wünscht sich in einem Statement ein Ende von Flash. Kurzum, HTML5 wird mittelfristig mit Sicherheit das Flash Plugin ersetzen.


Was bedeutet diese Umstellung für Kreativagenturen?

Ehrlichkeit heisst das Gebot der Stunde. Man darf als Agentur auch ruhig mal zugeben, dass man nicht alles weiss. Für Kreativagenturen ist die Umstellung von Flash- auf HTML5 Werbeformen nicht einfach. Mit Adobe Flash hatte man ein von der Industrie standardisiertes Tool, die Ausgabe des Creatives war zumeist ein File im “SWF”-Format mit der (fast) jeder umgehen konnte. Sei es in der Produktion, als auch in der Einbuchung auf dem Adserver. Diese Zeiten sind vorbei.

Für viele Agenturen ist die Umstellung der Produktion von Flash Inhalten auf HTML5 mit viel Aufwand verbunden. Die Arbeitsabläufe in den Agenturen müssen sich gravierend ändern. Auch viele Publisher wehren sich, da die Einbindung von Display Werbung in HTML5 komplexer und somit zeitaufwändiger ist. Die Erwartungen der Kunden steigen jedoch verständlicherweise stetig. Diesem steigenden Innovationsdruck zu begegnen ist keine leichte Aufgabe.


Wie gehen die Publisher mit den Veränderungen um?

Auch für die Publisher ist die Umstellung auf HTML5 keine leichte Aufgabe. Sie kämpfen ohnehin schon mit Monetarisierungs-problemen auf ihren digitalen Plattformen. Dazu kommen jetzt noch die Abstimmungsschwierigkeiten mit den Agenturen bei der Anlieferung von HTML5 Werbemitteln. Viele manpower Stunden sind für Adserver Infrastruktur und Beratung aufzuwenden. Um das wird man nicht herumkommen


Konkurrenzdenken ist in Zeiten wie diesen nicht angebracht

Die Medienhäuser und Verbände müssen ihre Köpfe zusammenstecken, um die Standardisierung voranzutreiben. Die Industrie braucht eine verlässliche, standardisierte Software, die es derzeit aber noch nicht gibt. Sie wäre aber dringend nötig, bevor sich die Industrie wieder mit  vorsinnflutlichen GIF Animationen mit 256 Farben, statischen Grafiken und vorgefertigten adserver Templates abgibt. Diese Lösung darf auch in einer Übergangszeit nicht zufriedenstellend sein. Langerfristig werden mit Sicherheit wieder kreative Rich Media Lösungen in HTML5 umgesetzt werden können.


Was machen wir in der Zwischenzeit - also JETZT?

In erster Linie liegt es zunächst einmal an den betreuenden Werbeagenturen ihre Kunden über die bevorstehenden Änderungen aufzuklären. Diese Leistung können sie als Kunde gerne einfordern. Wir befinden uns in einer art “Übergangsphase” von Flash zu HTML5, die viele Missverständnisse auf allen Seiten mit sich bringt. Prinzipiell muss ihnen als Kunden bewusst sein, dass die Zahl der möglichen digitalen Berührungspunkte mit dem Endkunden stark steigt und dies ein Flut an Veränderungen mit sich bringt. Der Verbraucher ist verwöhnt und möchte 24h am Tag unterhalten werden. Und das bitte plattformübergreifend auf Smartphone, Tablet und Desktop PC. Das ist einerseits eine riesige Chance, die es so in der Menschheitsgeschichte noch nicht gab, andererseits natürlich hochgradig komplex.



Unsere Empfehlung an die Sie ist:

Hinterfragen Sie kontinuierlich ihre Arbeitsweis. Die Arbeitsprozesse aus der klassischen Werbung funktionieren meist für Online und Mobile so nicht. Nur so können Sie schlagkräftige Interaktionsketten schaffen, die Ihnen nicht bei jeder Kampagne den letzten Nerv rauben.

 

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

In der Zwischenzeit können Sie sich mit Fragen aller Art gerne an uns wenden. Die HTML5 Experten der AdSpot stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.  Kontaktieren Sie uns